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Editorial

Starship 5 pendelt zwischen zwei thematischen Blöcken und dem Anspruch eine Form zu finden, die - öffentlicher als ein Wohnzimmer und provisorischer als ein Buch oder eine Ausstellung - die Möglichkeit bietet, Bilder und Texte zu veröffentlichen, die sich ihr eigenes Thema bereits gesucht haben. Die Begriffe »Straße« und »displacement« waren Ausgangspunkte für unsere Anfragen. Straße also als »Ort, an dem die Zeichen geschaffen werden, die allen gehören« und displacement als »die Baustellen und Caféhäuser und die Arbeit an den allersonderbarsten Orten«. Die Texte sind dem Thema zugeordnet, an dem das jeweilige Gespräch begonnen hat. Es steht aber weitaus mehr in der Zeitschrift, als mit diesen Themen beschrieben wäre.

In letzter Zeit scheint es so, als ob zumindest in Berlin der Wunsch, nicht alleine zu produzieren in verschiedenen Gruppen wieder vermehrt umgesetzt wird. Eine Zeitschrift kann man jedenfalls nicht machen, wenn man nur zu zweit ist.

Um das auch dieser Zeitschrift zugrundeliegende Verhältnis zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit parallel zu dem Verhältnis zwischen gesellschaftlich notwendiger und lediglich systemimmanenter Arbeit zu verändern, benötigt es jedoch noch viel mehr.
Starship Nummer 5, Seite 4


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